Feuerwehr

Alte Ausrüstungsgegenstände, die durch neue ersetzt,
oder wg. Defekt ausgemustert wurden.

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1951

In Anwesenheit von KBI Wensauer und vom Kommandant Winter der FF Poppenricht fand am 11.02.1951 eine Generalversammlung statt.

Mit der Wahl eines Verwaltungsrates der FF Siebeneichen und Umgebung gründete sich die Wehr neu. Gewählt wurden:

Vorstand Witzel Johann Siebeneichen
Kommandant Aures Johann Häringlohe 2
stellv. Kommandant Koller Hans Siebeneichen
Kassier Aures Joh. Georg Kropfersricht
Schriftführer Flierl Leonhard Siebeneichen 11
Vereinsdiener Aures Schorsch (Fritz) Siebeneichen 5
Löschmeister Kreiner Benedikt Siebeneichen
Löschmeister Aures Joh. Georg Kropfersricht

Die beiden Löschmeister wurden vom Kommandanten bestellt.


Die Wehr mit den Ortschaften Kropfersricht, Siebeneichen, Wirnsricht mit Neuhof, Häringlohe, sowie Erzhaus hatte 32 Mitglieder, von denen zur Neugründung 22 erschienen waren.

Am 06.05.1951 wandte sich die Wehr, vertreten durch 1. und 2.Kommandanten Aures und Koller, um Unterstützung ersuchend an Landrat Müller vom Landratsamt Sulzbach-Rosenberg sowie an Kreisbaumeister Hertrich, weil der Gemeinderat Poppenricht überraschend (!) in einer Sitzung im März 1951 die Beschaffung der kleinen Motorspritze TS 4 abgelehnt hatte.

Die Beschaffung war ursprünglich schon zugesagt worden und auch die Finanzierung der DM 3300,- teuren Spritze geregelt. Als Zuschuß waren DM 850,- bereitgestellt, DM 300,- zahlte die FF Siebeneichen selbst und der Rest von DM 2250,- war im Feuerwehretat vorgesehen und lag bei der Gemeinde zur Auszahlung bereit. (Die wieder selbstständige FF Siebeneichen musste noch über 20 Jahre warten, bevor der Gemeinderat Poppenricht der Anschaffung einer Motorspritze zustimmte!)

 

1952

Insgesamt gesehen waren die fünfziger Jahre für die Wehr eine schwierige Zeit, Finanzen und Ausrüstung bei den Versammlungen das Hauptthema. 1952 hatte die Wehr 32 zahlende Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag betrug DM 2,-.

 

1953

Am 04.01.1953 wurde eine Familienfeier mit Glückshafen und Unterhaltungsmusik abgehalten.

 

1955

Bei der Generalversammlung am 13.03.1955 beklagte sich Kommandant Aures über fehlendes oder schadhaftes Ausrüstungsgerät, Schlauchmaterial, Uniformen und Löschgerät. Die Beschaffung desselbigen war sehr schwierig. Bei der gleichzeitig durchgeführten Neuwahl des Vorstandes wurden Vorstand Witzel Johann und Kommandant Aures Johann in ihren Ämtern bestätigt.

(Wie aus dem Inventarverzeichnis vom 31.03.1961 (s.u.) zu ersehen ist, wurden ab 1952/53 bis 1960 neues Schlauchmaterial und Ausrüstung angeschafft.)

 

1956

Auch 1956 war die mangelhafte Ausrüstung der Wehr das beherrschende Thema. Zehn junge Wehrmänner hatten keine Uniform und sonstige Ausrüstung.
In einem Schreiben vom 22.05.1956 an die Gem. Poppenricht wird der schlechte Zustand des Feuerwehrhauses geschildert und auf einen fehlenden Schlauchturm zur Trocknung der Schläche hingewiesen. Auch sollte genügend Platz für einen noch zu beschaffenden Schlauchwagen bereitgestellt werden.

 

1957

Als erste Maßnahme wurden 1957 zehn Uniformen gekauft.

 

1958

Ein Jahr später, 1958, hatte die Wehr 45 zahlende Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag betrug DM 5,- und wurde in zwei Halbjahresraten à DM 2,50 gezahlt. (Erst ab 1963 wurde der Beitrag in einer Rate bezahlt.)

Übungen wurden in Kropfersricht, Siebeneichen und Häringlohe abgehalten. Um den Brandschutz zu verbessern wurde die Beschaffung eines Schlauchanhängers beschlossen.

 

1959

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Am 15.10. d.J. wurde im Rahmen der Feuerschutzwoche eine Nachtübung zusammen mit der Rosenberger Wehr beim Singer (Neuhof) durchgeführt. Anwesend waren auch KBR und KBI, die feststellten, dass der Feuerschutz wegen mangelhaftem und fehlendem Schlauchmaterials nicht gewährleistet sei.1959 wurde das bestehende 1.Feuerwehrhaus mit den Außenmaßen L ~4,5m x B ~3,2m grundlegend um- und ausgebaut. Durch Teilabriß und Anbau/Neubau „verdoppelte“ sich die Grundfläche und statt bisher einem Tor wurde der Bau jetzt mit zwei Toren versehen. Die Außenmaße dieses 2.Feuerwehrhauses betrugen L ~4,5m x B ~6,2m. Der geplante Schlauchturm mit einer Höhe von 8,5 m wurde aber nicht realisiert.

 

1960

Die Wehr veranstaltete am 17.01.1960 im neugebauten Saal des Gasthauses Kreiner (Saal an Stelle des abgerissenen Schützenhauses) ihren ersten Feuerwehrball und am 19.06. d.J. eine Tanzveranstaltung.

Bei den Feuerwehrbällen war das Tragen der Uniform für die Wehrmänner Pflicht und wer sich nicht daran hielt, wurde vom damaligen Vorstand Witzel sofort nach Hause geschickt um sich umzuziehen.

In den folgenden Jahren wurden die fast regelmäßig stattfindenden Feuerwehrbälle und Tanzveranstaltungen eine feste Größe im gesellschaftlichen Leben von Siebeneichen und den umliegenden Ortschaften.

1960 wurde auch der Schlauchanhäger in Dienst gestellt.
Er trägt die Aufschrift „Frw. Feuerwehr Siebeneichen-Häringlohe 1960".
Mit der Handdruckspritze wurde ab Anfang der 1960er-Jahre keine Übung mehr durchgeführt. Die Wasserentnahme erfolgte ausschließlich von Hydranten.
Um einen geregelten Übergang für eine neue Vorstandschaft zu gewährleisten, wurde auf Antrag von Kommandant Aures bei der am 04.12.1960 stattgefundenen Generalversammlung mit Neuwahl die Wahlperiode auf ein Jahr begrenzt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Vorstand Witzel Johann und Kommandant Aures Johann.

 

1961

Um die eher karge Ausstattung der FF Siebeneichen zu dokumentieren, im folgenden das

Inventarverzeichnis vom 31.03.1961

Ort Menge Art Anschaffungszeitraum bzw. Herstellungsdatum
Häringlohe 75 m C-Schlauch 1952/53, 1956 (1 St. schlecht)
  30 m B-Schlauch 1956/57
       
Wirnsricht 50 m C-Schlauch 1952/53 (1 St. schlecht)
  1 Oberflurhydrantenschlüssel 1952
  1 Strahlrohr 1952
       
Kropfersricht 60 m C-Schlauch 1952 (1 St. schlecht)
  15 m B-Schlauch 1956/57
  1 Standroh 1952
  1 Strahlrohr 1952
  2 Schlüssel 1952
       
Siebeneichen 135 m C-Schlauch 1952/53, 1956 (1 St. schlecht)
  115 m B-Schlauch 1952, 1960 (1 St. schlecht)
  1 Standrohr 1952
  2 Schlüssel 1952
  2 Strahlrohre 1952
  1 Überdruckventil 1960
  10 Uniformen 1956
  1 Schlauchwagen 1960 für DM 1516,-
  1 Saug-und Druckspritze 1929 für RM 900,-
(DM 150,- Schrottwert)
  2x2 Saug-Schläuche 1929
  1 Schlauchbrücke 1932

Leider gibt es über die sonstige Ausrüstung wie Lampen, Äxte, Leinen, Einreißhacken etc. keine Aufzeichnungen.

Im Rahmen der Feuerschutzwoche des Jahres 1961 wurden eine Übung in Kropfersricht und zwei in Wirnsricht abgehalten, sowie eine in Siebeneichen zusammen mit der Rosenberger Wehr.

Am 28.10. d.J. fand durch das Landesamt für Feuerschutz eine Löschwasserprüfung in Siebeneichen statt. Es wurde festgestellt, dass bei einem Brand die Löschwasserversorgung nicht gewährleistet ist. Deshalb wurde bei der Gemeinde der Antrag gestellt, von der Jura-Wasserleitung eine 75 m lange 100er Leitung Richtung Dorf zu verlegen und gegenüber vom Donhauser einen Oberflurhydranten zu erstellen. Dies wurde in den folgenden Jahren auch verwirklicht.
Bei der im gleichen Jahr am 17.12. abgehaltenen Generalversammlung mit Neuwahl wurden als 1.Vorstand Donhauser Georg und als 1.Kommandant Koller Hans, beide aus Siebeneichen, gewählt. Der Verein hatte 55 Mitglieder, davon 41 Aktive.

 

1963

Altkommandant Aures Johann aus Häringlohe, der von 1924 bis 1961 die aktive Wehr leitete, von 1924 bis 1951 auch das Amt des Schriftführers inne hatte und von 1935 bis 1951 als Abteilungsführer die Wehr erfolgreich durch die schwierigen Jahre der NS-, Kriegs- und Nachkriegszeit brachte, wurde am 09.03.1963 zum Ehrenkommandanten ernannt. Unvergessen bei vielen die ihn noch kannten sein oft verwendeter Ausspruch „host kert“.

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1964

Schlauchkästen zur Aufbewahrung von Ausrüstung und Schläuchen wurden 1964 für Kropfersricht, Wirnsricht und Häringlohe angeschafft und aufgestellt. Der Kropfersrichter Schlauchkasten wird auch heute noch regelmäßig von der FF Siebeneichen inspiziert und der Inhalt auf Funktion geprüft.

 

1965

Am 21.05.1965 fand ein Ehrenabend statt. Landrat Winkler überreichte das Ehrenabzeichen in Gold für 50jährige treue Dienste bei der Feuerwehr an Ehrenkommandant Aures Johann, Häringlohe, Aures Johann, Siebeneichen 8, Munker Johann, Siebeneichen und an den Altvorstand Witzel Johann, Siebeneichen.

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1966

Die erste Leistungsprüfung „Gruppe im Löscheinsatz“ legten 1966 zwei Gruppen unter der Führung von 1.Kommandant Koller und 2.Kommandant Scheibel im Wirtsgarten des Gasthauses Kreiner ab. Die dabei benutzte Motorspritze TS 8 wurde von der Firma Dandorfer, Amberg ausgeliehen.

Zuvor hatte mit der gleichen TS 8 die FF Illschwang ihre Leistungsprüfung abgelegt.

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1966 hatte die Wehr 52 Mitglieder.
Als Letzter aus Wirnsricht trat am 01.07. d.J. Brem Christian der Wehr bei.
Bei der Generalversammlung am 12.12. d.J. wurden bei der Neuwahl Vorstand Donhauser Georg und Kommandant Koller Hans in ihren Ämtern bestätigt.

 

1967

Ein neuer Antrag für eine Motorspritze wurde 1967 bei der Gem. Poppenricht gestellt. Im selben Jahr fand in Siebeneichen im Rahmen der Feuerschutzwoche eine Großübung mit den Wehren Sulzbach, Rosenberg, Illschwang, Poppenricht, Dietersberg und Kleinpfalz statt.

 

1968

Bei der Generalversammlung am 15.12.1968 wurde zum ersten Mal über den Verkauf der alten Saug-Druck-Handspritze beraten.

 

1969

Die Wehr beteiligte sich 1969 am Einsatz „Gasspeicherbrand in Eschenfelden“ und stellte für eine Nacht einen Löschzug.

 

1970

Am 14.04.1970 wurde die alte Saug-Druck-Handspritze an den Antiquitätenhändler H. Ermold, Neukirchen b. S-R verkauft und 1971 ein TSA Bj.1961, abgegeben von der FF Poppenricht, in Siebeneichen stationiert. Bei der Generalversammlung mit Neuwahl am 28.11. d.J. wurden Vorstand Donhauser Georg und Kommandant Koller Hans in ihren Ämtern bestätigt.

 

1972

Nach „20 Jahren Kampf um diese Pumpe“ wie 2.Bürgermeister B. Kreiner in seiner Rede betonte, wurde im Beisein von Landrat K. Winkler und KBI H. Bär am 15.04.1972 eine „Ziegler“TS 8/8 Bj.1972 Typ Trokomat der Wehr feierlich übergeben. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Wehr regelmäßig im Rahmen der Feuerschutzwochen an Großübungen teil.
(U.a. Poppenricht: Schule, Singer/Neuhof, Eichelberg ("Flugzeugabsturz") und Rosenberg: Jura-Elektronik, Kurz/Industriegebiet, Pferdesport Berger)

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1974

Als Letzter aus Häringlohe trat am 01.01.1974 Winkler Josef der Wehr bei.
Die erste Leistungsprüfung „Gruppe im Löscheinsatz“ mit der neuen Pumpe wurde in diesem Jahr von zwei Gruppen durchgeführt – und bis 1994 regelmäßig weitere Leistungsprüfungen abgehalten.

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Bei einem Feuerwehrfest Anfang Oktober d.J. der beiden Wehren Siebeneichen und Poppenricht der Gem. Poppenricht im Gasthaus Kreiner in Siebeneichen wurde durch KBR P. Kredler der ersten Gruppe aus Siebeneichen das silberne und der zweiten Gruppe das bronzene Leistungsabzeichen überreicht. Die Jugendgruppe der FF Poppenricht wurde mit dem Leistungsabzeichen in Bronze ausgezeichnet. Außerdem wurden zehn Männer der FF Siebeneichen mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt.

 

1976

Die 75 Jahrfeier der FF Siebeneichen wurde am 18.09.1976 im „bekannt bescheidenem Siebeneichener Stil“ gefeiert.

Im Rahmen der Feuerschutzwoche wurde in Siebeneichen eine Großübung mit Wehren aus Poppenricht, Ammerthal, Pürschläg und Illschwang abgehalten.

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Bei der Generalversammlung am 28.11. d.J. stellte 1.Vorstand Donhauser Georg aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Neu als 1.Vorstand wurde Flierl Wilhelm, Siebeneichen 18, gewählt und als 1.Kommandant Koller Hans bestätigt.

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1977

Nachdem das bestehende Feuerwehrhaus nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprach, wurden im Mai 1977 zwei Vorschläge diskutiert:
1. das bestehende Gebäude erweitern/umbauen, dass es den Vorschriften entspricht
2. Bau eines neuen Gebäudes auf dem Grundstück neben dem „Hirtenhaus“
Im Juli des Jahres wurde durch die Gem. Poppenricht ein Umbau des bestehenden Gebäudes genehmigt, wobei die Gem. Poppenricht und die Stadt Sulzbach-Rosenberg die Kosten von DM 7000,- zu gleichen Teilen übernahmen.
Allerdings fand vorher am 20.06. im Gasthaus Kreiner eine Versammlung über den Fortbestand der FF Siebeneichen bei/nach der Eingliederung in die Stadt Sulzbach-Rosenberg im Rahmen der Gemeindegebietsreform statt. Teilnehmer waren Bürgermeister und Vertreter der Stadt Sulzbach-Rosenberg, Bürgermeister der Gem. Poppenricht, KBR, Kommandant FF Rosenberg, Vorstand und Kommandant FF Siebeneichen. Ergebnis: die FF Siebeneichen bleibt als eigenständige Wehr bestehen.
1977 erreichte die Wehr auch mit 65 Mitgliedern, davon sechs Ehrenmitglieder, den höchsten Mitgliederstand seit der Neugründung 1951.

 

1978

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Baubeginn für den Umbau des bestehenden 2.Feuerwehrhauses durch Teilabriß und Neubau war der 14.04.1978. Fertigstellung und feierliche Übergabe des jetzt 3.Feuerwehrhauses mit den Außenmaßen L ~8,5m x B ~5,5m vier Monate später am 04.08. d.J. im Beisein u.a. von Landrat H. Wagner, Bürgermeister H. Göth und stellv. KBR G. Kohl. Die Wehr leistete insgesamt 1200 Arbeitsstunden als Eigenanteil.

77 Jahre nach der Vereinsgründung war dies das bislang letzte Feuerwehrhaus und ist so heute noch in Nutzung.
Am 30.04. d.J. fand der letzte Feuerwehrball in Siebeneichen statt.
Mit der Eingliederung der Ortschaften Kropfersricht und Siebeneichen am 01.05. d.J in die Stadt Sulzbach-Rosenberg (Gemeindegebietsreform) und dem Verbleib von Wirnsricht und Häringlohe bei der Gem. Poppenricht verringerte sich wiederum der Zuständigkeitsbereich der Wehr.
Das „Einsatzgebiet“ für Übungen beschränkte sich von nun an nur mehr auf Kropfersricht, Siebeneichen und die nähere Umgebung.
Auch neue Mitglieder kamen ab diesem Zeitpunkt nur mehr aus diesen beiden Dörfern.

 

1979

Zusammen mit der FF Sulzbach besichtigte die Wehr im Januar 1979 in Nürnberg die Feuerwache IV am Hafen sowie die Feuerwache und den Tower des Flugplatzes.
Im Oktober 1979 veranstaltete der Verein als Ersatz für den Feuerwehrball einen ersten „Familienabend“ mit Vereinsessen, dem in den darauffolgenden Jahren noch viele folgen sollten.
Bei der Generalversammlung am 09.12. d.J. sprach Kommandant Koller Bgm. Göth wegen eines gebrauchten Fahrzeuges an, dass bei der FF Rosenberg in nächster Zeit ausgemustert werden soll.

 

1980

1980 wurde eine neue Satzung für den Verein erstellt.
Mit Schreiben vom 20.08. d.J. an die Stadt Sulzbach-Rosenberg, Stadträte und KBR/KBI, stellte die FF Siebeneichen den offiziellen Antrag, das bei der FF Rosenberg frei werdende Fahrzeug in Siebeneichen zu stationieren.
Bei der Generalversammlung am 14.12. d.J. verkündete und erläuterte Bgm. Göth die Ablehnung dieses Antrags durch den Stadtrat: „keine weitere Motorisierung der Feuerwehren im Stadtgebiet.“ (Das Fahrzeug, ein BUND-Fahrzeug, wurde nach Ausmusterung bei der FF Rosenberg vom Landratsamt an die FF Schlicht verkauft.)
Den Antrag von Moritz Karl-Heinz, in Siebeneichen eine Feuerwehralarmsirene zu installieren, wurde von den Anwesenden einschließlich Bgm. Göth und dem Kommandanten Schloß der FF Rosenberg zugestimmt. Die Sirene wurde im Laufe des folgenden Jahres auf dem Dach des Gasthauses Kreiner installiert und ist bis heute die einzige Alamierungsmöglichkeit der Wehr.

 

1981

Bei der Generalversammlung mit Neuwahl am 06.12.1981 wurden Vorstand Flierl Wilhelm und Kommandant Koller Hans in ihren Ämtern bestätigt.

 

1982

Am 27.02.1982 wurde das erste Aktivenessen für alle Aktiven mit ihren Frauen abgehalten und wird seitdem jedes Jahr veranstaltet.
Im gleichen Jahr konnte eine eigene geplante Großübung in Siebeneichen nicht durchgeführt werden, weil die Wehr vorrübergehend nicht mehr im Alarmplan der Feuerwehreinsatzzentrale Amberg enthalten war und dadurch die eigene Wehr nicht (!) alamiert würde.

 

1983

1983 hatte die Wehr noch 29 Aktive.

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1984

Zusammen mit der FF Rosenberg veranstaltete die Wehr 1984 eine Großübung in Siebeneichen.

 

1985

In einer vorbereitenden Sitzung am 11.07.1985 zur Kommandantenwahl im gleichen Jahr stimmten die anwesenden aktiven Mitglieder nach einer Diskussion zum ersten Mal über den Fortbestand der Wehr ab. Mit 15:4 Stimmen wurde die Weiterführung der Wehr beschlossen.
Kommandant Koller schied 1985 mit Erreichen der Altersgrenze aus. Bei der dadurch anstehenden Neuwahl mit geändertem Wahlmodus – nur Aktive können wählen – wurde am 04.08. d.J. der bisherige 2.Kommandant Bär Leonhard aus Kropfersricht zum 1.Kommandant und als 2.Kommandant Kreiner Reinhold aus Siebeneichen gewählt.

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Der Verein hatte 57 Mitglieder, davon 25 Aktive.

 

1986

Bei der Generalversammlung mit Neuwahl am 07.12.1986 wird Vorstand Flierl Wilhelm in seinem Amt bestätigt.

 

1987

Ein Großbrand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen unseres Feuerwehrkameraden Klier Georg in Kropfersricht führte am 03.10.1987 zum größten Einsatz in der Geschichte der Wehr. 2.Kommandant Kreiner Reinhold hatte die Einsatzleitung inne. Die Wehr stellte nach Beendigung der Löscharbeiten die Brandwache.

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1988

1988 absolvierten die ersten fünf Mann der Wehr, darunter auch der 1.Kommandant Bär, den Truppmann-/Truppführerlehrgang.
Der vorerst letzte „Familienabend“ fand im November 1988 statt und wurde ab Juli 1989 durch ein jährlich stattfindendes Gartenfest ersetzt.

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1989

Mit Schreiben vom 18.12.1989 an die Stadt Sulzbach-Rosenberg wurde erneut (!) ein Antrag auf ein Fahrzeug (TSF) gestellt.

 

1990

Bei der Generalversammlung am 25.11.1990 wurde die Ablehnung dieses Antrags bekanntgegeben.
Auf dieser Versammlung wurde durch Abstimmung mit 24:4 Stimmen beschlossen, dass zukünftig für Beerdigungen von Vereinskammeraden nicht mehr wie bisher in der Regel üblich eine Trauermusikkapelle von der Wehr organisiert und bezahlt wird.
Eine im Rahmen der Dorferneuerung Siebeneichen im Jahre 1990 angedachte gestalterische Verbesserung des Feuerwehrhauses (Tor, Dacheindeckung, Verkleidung des Dachstuhls) wurde nicht weiter verfolgt.

 

1991

Bei der anstehenden Kommandantenwahl am 12.07.1991 stellte 2.Kommandant Kreiner Reinhold sein Amt zur Verfügung. Bei der Wahl wurde 1.Kommandant Bär Leonhard bestätigt und als 2.Kommandant Seberak Helmut aus Siebeneichen neu gewählt.
Die Wehr veranstaltete am 07.09. d.J. ihre erste Busfahrt als „Fahrt ins Blaue“, gedacht als Werbung für den Verein, um neue Mitglieder zu gewinnen.
In diesem Jahr beendete aus gesundheitlichen Gründen Roidl Josef aus Wirnsricht seinen aktiven Dienst bei der Wehr. Die aktiven Wehrmänner kammen ab jetzt nur noch aus Kropfersricht und Siebeneichen.

 

1992

Bei der Generalversammlung mit Neuwahl am 23.11.1992 wurde Vorstand Flierl Wilhelm in seinem Amt bestätigt. Der Verein hatte 55 Mitglieder, davon 24 Aktive.

 

1993

Anfang der 90er Jahre fand im Rahmen der Feuerschutzwoche eine Alarmübung am Flierlschen Anwesen in Siebeneichen 3 statt. Im Gegensatz zu 1933 war diesmal ausreichend Schlauchmaterial vorhanden.

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1995

Am 24.11.1995 trat die FF Siebeneichen als Gründungsmitglied dem Kreisfeuerwehrverband Amberg-Sulzbach bei.

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1996

Auf Vorschlag und Vermittlung von Moritz Karl-Heinz wurde am 01.03.1996 das KKW Gundremmingen besichtigt.

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1997

Bei der Kommandantenwahl am 20.07.1997 wurden 1.Kommandant Bär Leonhard und 2.Kommandant Seberak Helmut in ihren Ämtern bestätigt.
1997 hatte der Verein 37 zahlende Mitglieder und 18 Aktive.

 

1998

Bei der Generalversammlung mit Neuwahl am 22.11.1998 legte 1.Vorstand Flierl Wilhelm aus Altersgründen sein Amt nieder. Als neuer 1.Vorstand wurde Aures Günther, Siebeneichen 8, gewählt.

 

2001

Mit einem Kommersabend am Vortag, einem ökomenischen Gottesdienst am Vormittag und einem Gartenfest am Nachmittag des 10.07.2001, feierte die FF Siebeneichen ihr 100 jähriges Gründungsfest. Der Verein hatte 54 Mitglieder, davon 18 Aktive.

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2003

Am 11.01.2003 beteiligte sich der Verein an der „Rama Dama“ Aktion in Sulzbach-Rosenberg.
Bei der Kommandantenwahl am 06.07. d.J. legte 1.Kommandant Bär Leonhard aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Neu gewählt wurden als 1.Kommandant Seberak Helmut und als 2.Kommandant Gradl Josef, beide aus Siebeneichen.

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2004

Der vorerst letzte Tagesausflug mit einem Bus fand am 29.06.2004 statt.
Bei der Generalversammlung am 21.11. d.J. wurde Vorstand Aures Günther in seinem Amt bestätigt. Der Verein hatte 54 Mitglieder, davon 15 Aktive.

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2005

2005 wurden alle Aktiven mit „neuen“ Feuerwehrschutzanzügen „Bayern 2000“, abgegeben aus der Kleiderkammer der FF Rosenberg, ausgestattet. Überjacken wurden aber nur für eine Gruppe (1/8) angeschaft.
Nach 11 Jahren legte wieder eine Gruppe im August d.J. das Leistungsabzeichen „Gruppe im Löscheinsatz“ ab. Leider ist bei der Vorbereitung dazu die TS 8 kaputtgegangen und musste am Prüfungstag kurzfristig durch eine von der FF Rosenberg ausgeliehenen Pumpe ersetzt werden.
Um die sehr teure Reparatur zu vermeiden, wurde die TS 8/8 Bj.1972 Typ Trokomat mit 228 Betriebsstunden vorläufig außer Dienst gestellt und am 15.09. d.J. durch eine „Ziegler“ TS 8/8 Bj.1966, Typ Gasstrahler mit 133 Betriebsstunden, abgegeben von der FF Sulzbach, ersetzt.

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2006

Die ersten Fördermitglieder traten dem Verein bei.
Bei der Kommandantenwahl am 22.10.2006 trat 1.Kommandant Seberak Helmut wegen Erreichen der Altersgrenze nicht mehr an. Neu gewählt wurde als 1.Kommandant Gradl Josef und als 2.Kommandant Stemp Achim, beide aus Siebeneichen. Die offizielle Amtsübergabe fand im Rahmen der anstehenden Generalversammlung am 26.11. d.J. statt.

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2007

Die FF Rosenberg beteiligte sich mit einem LF16 und Atemschutzgeräteträgern an der ersten gemeinsamen Übung in Siebeneichen.
Durch Vorstandsbeschluß im Jahr 2007 neu eingeführt wird künftig für langjährige Vereinsmitgliedschaft (50/60 Jahre) ein Ehrenabzeichen in Gold mit Urkunde verliehen.

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2008

Der TSA wurde 2008 in Eigenregie umgebaut und seine Beladung ergänzt. Beim diesjährigen Vereinsfest demonstrierte die FF Rosenberg mit einer Schauübung ihr Können. Bei der Generalversammlung am 23.11. d.J. wurde zum ersten Mal das Vereinsehrenzeichen in Gold für 60 jährige Mitgliedschaft verliehen.

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2009

Nach Vorschlag aus der Vorstandschaft wurde ein Vereinsshirt mit Logo in den Ausführungen T-, Polo- und Sweatshirt für Vereinsmitglieder zum Kauf angeboten.

Alle aktiven Wehrmänner tragen nach Rücksprache mit dem 1.Bürgermeister G. Geismann das Sulzbach-Rosenberger Stadtwappen in Form eines kleinen Ansteckers an ihrer Uniform.

Die Wehr nutzte die Internetseite www.siebeneichen.info als Plattform und stellte eine eigene Seite ins Netz.

Zum ersten Mal beteiligte sich die Wehr an einer regulären Übung der FF Rosenberg in Rosenberg.

Bei einer Schauübung zusammen mit der FF Sulzbach wurde beim "Brandobjekt" Zimmerei Munker in Siebeneichen die Personenrettung vom Dach mittels Drehleiter, bzw. im Gebäudeinneren mit Atemschutzgeräteträgern, sowie der Löscheinsatz simuliert.

Unter Einsatzleitung der FF Siebebeichen fand im Rahmen der Feuerschutzwoche eine Großübung in Kropfersricht beim Anwesen Vogl statt. Beteiligt waren insgesammt 56 Aktive der Wehren Siebeneichen, Rosenberg und Illschwang.

Nachdem das Tor des Feuerwehrhauses nur mehr von Feuerwehreigenen Spezialisten geöffnet bzw. geschlossen werden konnte, wurde es Ende Dezember durch die Stadt Sulzbach-Rosenberg gegen ein Rolltor ausgetauscht

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2010

Am 20.08.2010 wurde die Sirene mit einer Funksteuerung ausgerüstet und erstmals direkt durch die Einsatzzentrale Amberg mittels Funk probeweise ausgelöst.

An der Typisierungsaktion am 12.09. d. J. in Illschwang für den an Leukämie erkrankten Schwabe Andreas nahm unsere Wehr mit 12 Kameraden teil.

Anlässlich seines 70.Geburtstags wurde Witzel Andreas zum Ehrenmitglied ernannt.

Bei der Generalversammlung am 21.11. d. J. wurde Flierl Wilhelm zum Ehrenvorsitzenden und Koller Hans in krankheitsbedingter Abwesenheit zum Ehrenkommandanten ernannt. Vorstand Aures Günther wurde bei der turnusmäßig anstehenden Neuwahl in seinem Amt bestätigt.

Der Verein hatte 47 Mitglieder, davon 20 Aktive.

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2011

Auf Anordnung der Landratsamtes Amberg-Sulzbach wg. Hausnummern vergab die Stadtverwaltung für das Feuerwehrhaus die Nr. 1b. (Der Feuerwehreigene Vorschlag "112" wurde seitens der Stadtverwaltung abgelehnt.)
Der Verein beschaffte sich auf eigen Kosten ein 4m Band Funkgerät (Florian Siebeneichen 8/1 für den Kontakt zur Einsatzzentrale Amberg und zwei 2m Band Funkgeräte (Florentine Siebeneichen 8/1 bzw. 8/2) zur internen Kommunikation.
Um den TSA bei Einsätzen zur Verkehrsregelung/Strassensperrung besser als Feuerwehrfahrzeug kenntlich zu machen, wurde er mit Reflexstreifen zur Konturmarkierung und allseitig mit der Aufschrift "FEUERWEHR" versehen.

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Am 19.Mai 1901 gründeten 33 Männer, darunter der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Poppenricht Flierl Andreas, Siebeneichen 3, die alle aktiv waren, die Freiwillige Feuerwehr Siebeneichen.

Hauptgrund dürfte die räumliche Entfernung der meisten Orte zu Poppenricht gewesen sein. Außerdem war damals für viele Gemeindebürger Siebeneichen (Wirtshaus) der gesellschaftliche Treffpunkt und nicht Poppenricht. Über einen Brand, der unmittelbar zur Gründung geführt hat, ist nichts bekannt. Bemerkenswert ist, dass auch aus Wirnsricht und Häringlohe Gründungsmitglieder kamen, obwohl beide Orte eigentlich nicht zum Gebiet der Siebeneichner Wehr gehörten.

Die Verteilung der Mitglieder nach Orten:

Prohof 5
Stifterslohe 5
Grund 2
Kropfersricht 5
Arzhaus/Eichelberg 2
Siebeneichen 11
Wirnsricht 2
Häringlohe 1

 

Viele Mitglieder der neugegründeten Wehr waren auch schon in der aufgelösten Pflichtfeuerwehr der Gemeinde Poppenricht aktiv und einige von ihnen, namentlich in der 1883er Mitgliederliste genannt, übernahmen jetzt Führungsfunktionen.
Kreiner Benedikt, ehemals Zugführer in der Pflichtfeuerwehr, wurde zum Adjudanten (2.Kdt.) gwählt, Flier Johann wurde Zeugwart, Aures Christoph Zugführer der Ordnungsmänner und Reif Georg aus Stifterslohe Zugführer der Steiger.

Als Vorstand und Funktionsträger wurden gewählt:

Vorstand Päßler Johann Prohof 2 ½
Kommandant Kohl Johann Siebeneichen 1
Adjudant Kreiner Benedikt Siebeneichen 1
Zeugwart Flierl Johann Siebeneichen 4
Kassier Hoffmann Georg Stifterslohe 4
Zugführer:    
- Steigermannschaft Reif Georg Stifterslohe 3
- Spritzenmannschaft Detsch Joseph Häringlohe 3
- Ordnungsmannschaft Aures Christoph Kropfersricht 4
Hornist Kern Michl jun. Arzhaus/Eichelberg 1

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Leider gibt es im Verein aus den Anfangsjahren abgesehen vom Stammlistenbuch, dass ab Gründung geführt wurde, keinerlei schriftliche Aufzeichnungen. Erst Kommandant Aures Leonhard, Siebeneichen 8, übernahm bei seiner Wahl um 1919 auch das Amt des Schriftführers, doch haben sich keine Aufzeichnungen erhalten.

Die führenden Männer der ersten Jahre bis 1935 waren Päßer Johann aus Prohof, Vorstand von 1901 bis 1921, Vogl Konrad aus Kropfersricht, Kommandant von 1905 bis ca. 1919 sowie Vorstand von 1921 bis 1924, Kreiner Benedikt aus Siebeneichen, Adjudant von 1901 bis 1920, Hoffmann Georg aus Stifterslohe, Kassier von 1901 bis 1924 und Aures Johann aus Häringlohe, Kommandant von 1924 bis 1961(!) und Schriftführer von 1924 bis 1951.

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Weiter sind zu nennen: Kohl Johann aus Siebeneichen, Kommandant von 1901 bis 1905, Aures Leonhard aus Siebeneichen 8, Kommandant und Schriftführer von ca. 1919 bis 1924, Päßler Leonhard aus Prohof, Vorstand von 1924 bis 1929 und Renner Leonhard aus Siebeneichen, Vorstand von 1929 bis 1935.

Es ist anzunehmen, dass die technische Ausstattung der neugegründeten Wehr anfangs identisch war mit den bisher schon im Rahmen der Gemeindepflichtfeuerwehr in Siebeneichen stationierten Löschgerätschaften und Ausrüstungen. Mündlich überliefert ist eine kleine Handdruckspritze. Wahrscheinlich handelte es sich um die schon 1874 erwähnte Druckspritze.

Allerdings ist es auch möglich, dass die Wehr anfangs fast ganz ohne Ausrüstung war, wie ein Schreiben des 1.Vorstands Päßler J. an das kgl. Bezirksamt Sulzbach vom 20.Mai 1903, aufbewahrt im Staatsarchiv Amberg, vermuten lässt:

„Freiwillige Feuerwehr zum k. Bezirksamt Sulzbach
Betreff Unterstützung aus Distriktmitteln für Feuerlöschzwecke
die Freiwillige Feuerwehr, welche am 19.Mai 1901 gegründet wurde und zur Zeit 35 Mitglieder zählt, musste, um die Kosten für die Ausrüstung und Uniformierung der Mitglieder zu 629 Mark und 50 Pfennig bezahlen zu können beim Darlehnskassenverein Angfeld ein Passivkapital im Betrage zu 500 Mark aufnehmen. Dieses Kapital ist mit 3 ¾ % zu verzinsen und in Raten von jährlich 50 Mark zu tilgen.
Nachdem der Freiwilligen Feuerwehr Siebeneichen keine anderen Mittel als Beiträge zu Gebote stehen, gestattet sich die selbe um günstigste Gewährung einer Unterstützung zu bitten und zu gleich ihren gehorsamsten Dank für die im Jahre 1901 gewährte Unterstützung zu 100 Mark zum Ausdruck zu bringen.
Päßler Johann“

Aus der Antwort des Bezirksamts vom 14.Okt 1903 ging hervor, dass eine Zuwendung im laufenden Jahr nicht mehr möglich war, weil die entsprechenden Distriktmittel schon vergeben waren. Allerdings wurden für 1904 Mittel in Aussicht gestellt, wofür allerdings ein neuer Antrag gestellt werden müsste. Hingewiesen wurde gleichzeitig auf mögliche finanzielle Unterstützung aus dem Kreisfonds und ein Zuschuß aus dem Brandversicherungsgesetz, wozu aber ebenfalls rechtzeitig Anträge gestellt werden müssten.

Nachdem der Verein selbst nur über geringe finanzielle Mittel verfügte und die staatlichen Zuschüsse nur spärlich flossen, ist es nicht verwunderlich, dass erst 1930 für die FF Siebeneichen eine fahrbare Saug-Druck-Handspritze Bj.1929 für 900 RM angeschaft wurde und es einheitliche Uniformen erst ab 1931 gab.

Die erste Eintragung aus dem ältesten noch erhaltenen Protokollbuch stammt vom 13.12.1930 und handelt von der Mitgliederversammlung im Schützenhaus unter Vorstand Renner Leonhard. Für 1931 wurde ein Jahresbeitrag von 50 Pfennig festgesetzt, geleistet bis zum vollendeten 60. Lebensjahr.

Bei der Generalversammlung am 21.01.1932 wurde festgelegt, dass alle Übungen an Sonntagnachmittagen abgehalten werden und bei einer Mitgliederversammlung im selben Jahr wurde die Anschaffung einer zweiten Löschmaschine zur Stationierung in Stifterslohe beschlossen. Kassier Reif Georg aus Stifterslohe wurde zum 2.Adjudanten gewählt, der im Brandfall diese Löschmaschine samt Mannschaft führen sollte. Stationiert wurde die alte fahrbare Saug-Druck-Handspritze Bj. 1894 der Poppenrichter Wehr, die selbst zu dieser Zeit eine Motorspritze bekam.

Zur Unterbringung wurde noch im gleichen Jahr ein eigenes kleines Feuerwehrhaus mit den Außenmaßen L ~5.0m x B ~4.0m erbaut.

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Allerdings verliefen nicht alle Mitgliederversammlungen harmonisch. So am 05.03.1933 als nach stürmischer Debatte viele Mitglieder die Versammlung verließen und dadurch mehrere Anträge nicht erledigt werden konnten.

Der Eintrag vom 10.09.1933 im Protokollbuch dokumentiert sehr anschaulich das Vereinsleben in der damaligen Zeit. Zitat:

„Feuerwehrübung mit nachfolgender Ehrung am 10.Sept 33
Aufmarsch Nachmittags 3 Uhr. Nach Verlesung der Mitglieder und Feststellung der Fehlenden, rückte die Wehr mit 35 Mann mit Geräte zur nächsten Wasserstelle des Flierl’schen Anwesens vor. Hier wurde das gute Schlauchmaterial ausgelegt, um die Gebäude des Anwesens zu erreichen, was aber nicht gelang. Als nach der Übung das Signal Sammeln und zur Abfahrt machen ertönte, rückte die Wehr zum Anwesen des Kameraden Flierl vor und nahm Aufstellung in dessen Hof, um die Ehrung des ältesten Mitgliedes zum Geburtstage vorzunehmen.
Indessen war auch unser Vorstand Renner und Kassier Reif mit der Musikkapelle zur Stelle. Die Musikkapelle spielte einen Korall und nicht lange dauerte es, als unser Jubilar vor der Wehr erschien.

Vorstand Renner begrüßte im Namen der Freiw. Feuerwehr den Jubilar und betonte dass Jubilar ältestes Mitglied, Gründungsmitglied und Ehrenmitglied sei, beglückwünschte ihn zu seinem Geburtstag und hob hervor, dass unser Jubilar noch viele Jahre in bester Gesundheit unter uns verweilen möge.
Die Musikkapelle trug einen weiteren Korall vor.

Fräulein Reif trat nun vor und überreichte dem Jubilar einen Blumenstrauß und trug einen wundervollen Prolog vor, welche alle Herzen rührte. Mit lächelnder Miene lauschte unser Jubilar über die wundervolle Überraschung die ihn zu seinem 73ten Geburtstag zu teil wurde.

Mit dankenden Worten wandte sich unser Jubilar an die Feuerwehr und wünschte ihr blühen und gedeihen. Als nun die Musikkapelle den letzten Korall vorgetragen hatte, rückte die Wehr mit einem schneidigen Marsch mit den Geräten ab und brachte es an Ort und Stelle, worauf die Wehr geschlossen unter Musikklängen in das Schützenhaus maschierte.

Bei gemütlichem Zusammensein überreichte Vorstand Renner Kamerad Flierl das 25jährige Verdienstkreuz. Kommandant verlas sodann in einer angelegten Liste die Auszeichnungen der Dienstalterslitzen an der sich 27 Mann, die sich in Uniform befinden, erfreuen konnten.

Mann konnte auch unseren Jubilar unter den Wehrmännern sitzen sehen, welchen die Musikklänge und die gemütliche Unterhaltung freudige Stunden bereiteten.
Nach einer kurzen Ansprache des Kommandanten an den Jubilar, waren die Stunden allzufrüh vergangen, und man ging sich zur Ruhe zu begeben nach Hause. „Gut Heil.“ “

Mit Feuerwehrkamerad Bodensteiner trat am 01.01.1934 auch ein Poppenrichter der Wehr bei und war bis 1951 Mitglied.

Bei der Generalversammlung am 21.01.1934, bei der von 56 Wahlberechtigten 24 anwesend waren, wurden Vorstand Renner Leonhard aus Siebeneichen und Kommandant Aures Johann aus Häringlohe in ihren Ämtern bestätigt.

Am 29.04.1934 fand bei einer Übung am Anwesen Witzel Johann, durchgeführt mit 32 Mann, eine Inspektion durch Oberamtmann Freiherr von Lindenfels und Bezirksbrandinspektor Kunz statt und am Abend des selben Tages wurde im Schützenhaus ein Tanzkränzchen veranstaltet.

Mit Inbetriebnahme der Wasserleitung in Siebeneichen wurde für das Dorf der Brandschutz erheblich verbessert. Die feierliche Einweihung selbst fand am 10.10.1934 mit Teilnahme der Feuerwehr Poppenricht und der Berufsfeuerwehr Rosenberg statt, die schon über Motorspritzen verfügten. Ab diesem Zeitpunkt wurde mit diesen Wehren abwechslungsweise des öfteren Übungen abgehalten.

Die vorerst letzte Generalversammlung fand am 20.01.1935 statt, denn in der darauffolgenden Ausschusssitzung beim Kreiner in Siebeneichen wurde folgendes bekanntgegeben:

„Auf Grund der Verfügung vom 30.11.35 werden die in der Gemeinde bestehenden Ortswehren zu einer Gemeindefeuerwehr mit dem Namen „Freiwillige Feuerwehr Poppenricht, B.A. Sulzbach mit den Abteilungen Poppenricht und Siebeneichen“ vereinigt. Die Verwaltungsdienstgrade der früheren Ortswehr Siebeneichen haben auszuscheiden. Der Kommandant der Abteilung Siebeneichen führt die Dienstbezeichnung Abteilungsführer.“

Abteilungsführer Aures schloß die Sitzung.

Der „bisherige“ Kommandant Aures, jetzt Abteilungsführer mit Dienstgrad Brandmeister, hatte neben seinem bisherigen Amt als Schriftführer von diesem Zeitpunkt an auch noch das Amt des Kassiers übernommen, wie die Kasseneintragungen ab 1935/36 belegen, die im 1.Protokollbuch aufgezeichnet sind. Gleichzeitig sind diese Aufzeichnungen die ältesten erhaltenen Kassabucheintragungen.

Anfang 1939 hatte der Verein insgesamt 54 Mitglieder.
Der letzte Eintrag als Schriftführer im 1.Protokollbuch ist datiert auf den 15.01.1939. Auszug:

„Feuerwehr-Jahres-Apell für 1938-39“
Brandmeister Aures gab die Richtlinien für das Jahr 1939 bekannt.

Unter Punkt 1.

Eingliederung der Feuerwehr in die Polizei (Zeitung 15.12.1938)

... Punkt 6.

Einnahmen – Ausgaben
Die Kasse ist mit 5,36 Mark abgeschlossen

...

Die Eintragung endete mit der damals üblichen Grußformel.

Wie schon erwähnt stammen die ersten Eintragungen des „Kassabuchs“(1935/36) aus dem 1.Protokollbuch. 1935/1936 betrug der Mitgliederstand 50 zahlende Mitglieder, der Mitgliedsbeitrag 50 Pfennig. Später sind u.a. vermerkt als zahlende Mitglieder:
1937: 47 Mann
1939: 44 Mann
1940: 43 Mann, 6 Mann im Krieg
1942: 29 Mann, 9 Mann eingezogen, 1 Mann gestorben, 1 Mann krank entspricht 39 Mann
1944: 38 Mann
Abgeschlossen ist dieses „Kassabuch“ am 21.04.1945

Als nach dem 2.Weltkrieg der Amtssitzt des Bürgermeisters der Gemeinde Poppenricht für immer von Siebeneichen nach Poppenricht verlegt wurde, beantragte der Landwirt Päßler aus Prohof die Umgemeindung der Orte Prohof, Stifterslohe und Grund in die näher gelegene Gemeinde Angfeld. Nachdem die Mehrheit der Einwohner durch Unterschrift dem zustimmte, wurde der Antrag von der Aufsichtsbehörde genehmigt und 1946 vollzogen.
Dadurch gingen der FF Siebeneichen nicht nur 15 Feuerwehrmänner samt ihren Uniformen, Helmen und Gürteln, sondern auch alle in Stifterslohe stationierten Feuerlöschgerätschaften samt fahrbarer Saug-Druck-Handspritze verloren.

Diese Feuerwehrspritze (Bj.1894) kam zur FF Angfeld und wurde dort bis 1967 eingesetzt, ehe sie durch ein neues TSF mit TS 8 ersetzt wurde. Ihren letzten Brandeinsatz hatte sie am 15.04.1961. Heute ist sie die Attraktion der FF Angfeld bei Umzügen an Feuerwehrfesten und wird noch im Originalzustand sehr erfolgreich bei Handdruckspritzenwettbewerben eingesetzt.

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Mit einer Christbaumfeier am 26.12.1948 begann wieder das Vereinsleben. Der Verein selbst war in einer schwierigen personellen und finanziellen Lage. Noch war nicht klar, ob die Wehr jetzt wieder eigenständig ist, oder weiterhin Teil der Poppenrichter Wehr.

Am 11.12.1949 wurde eine Ausschusssitzung abgehalten und eine Christbaumfeier auf den 08.01.1950 festgelegt. Zehn Tage später am 18.01.d.J. wurde ein Ehrenabend mit Musik und Tanz für langjährige Mitglieder, insbesondere aber für Kamerad Aures aus Siebeneichen, ältestes Mitglied und Ehrenmitglied, anlässlich seines Geburtstages abgehalten. Auch B.Brandinspektor Kuster war unter den Anwesenden und ehrte bei dieser Gelegenheit 17 Kameraden für 40 (8 Mann) bzw. 25 Jahre (9 Mann) Dienstzeit bei der Feuerwehr.

Die erste Generalversammlung seit 1935 fand am 28.01.1950 statt und wurde vom „Kommandanten“ Aures geleitet. Anwesend waren 17 Mann und KBI Kuster. Noch immer wurde die Wehr als Abteilung der FF Poppenricht geführt. Kreiner Benedikt, Löschmeister bei der FF Siebeneichen und 2.Bürgermeister der Gemeinde Poppenricht, wurde beauftragt, bei der Gemeinde die „Stellung“ der Wehr zu klären.

Bei einer außerordentlichen Generalversammlung am 13.05.1950, bei der von 33 Mitgliedern 18 Mann anwesend waren, gab 2.Bürgermeister Kreiner folgendes bekannt:

„Die Freiwillige Feuerwehr Siebeneichen ist gleichgestellt mit der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Poppenricht. Jede Wehrabteilung habe der anderen nichts einzureden. Beide Wehren sind gleichgestellt gegenüber der Gemeinde in der Beschaffung von Gerät, Schläuchen und sonstigem.“

Bei der Beschaffung hat sich später leider gezeigt, dass dem nicht so war!

Als erstes wurden 26 Uniformen bestellt und bei der Gemeinde Poppenricht der Kauf einer kleinen Motorspritze TS 4 beantragt.

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